Ein langes Silvester- Wochenende

"Die Rauhnächte - mein Seelen-Lied,
Singen, tanzen und tönen aus der Kraft der Stille "

in 96126 Altenstein

Zum zehnten Male nun biete ich ein Seminarwochenende zum Jahreswechsel an. 62 Silvester durfte ich in meinem Leben schon feiern, bewusste, unbewusste, glückliche, problematische. Als Kind im Charme der 60er Jahre vor dem Fernseher. Als Kleiner traurig, dass ich nicht aufbleiben durfte. Einige Jahre später dann  glücklich, dass ich zu Mitternacht geweckt wurde. Im Studium mit wilden Partys bis in den späten Neujahrmorgen. Später als Vater mit den eigenen Kindern war ich ab 23 Uhr hauptsächlich mit dem Vorbereiten und Abschießen von bunten Raketen beschäftigt, die nicht fliegen wollten. Seit ich nun die 50 überschritten habe und Großvater geworden bin, möchte ich gerne Jahreskreis-Feste, Rituale, spirituelle Anlässe in einer Art gestalten, wie ich sie mir persönlich schon lange erträume und wünsche. Wie will ich den Jahreswechsel erleben?  Im Kreise der Lieben, der Verwandten, wie Weihnachten halt, oder ausschweifend, besinnlich, allein oder als Paar, mit Freunden, nach innen gekehrt oder nach außen mit viel Sekt?

Silvester 2021

Wichtig ist mir in den letzten Jahren die Tradition der Rau(h)-Nächte, die ich lieber die 12 heiligen Nächte nenne,  geworden. Sie ist zu mir aus anthroposophischem Gedankengut gekommen, als ich 2009 das Goetheanum bei Basel besuchte. In den zwölf Nächten zwischen 26.12. und 6. 1. Kann ich zurückschauen auf die 12 Monate des letzten Jahres und kann vorausblicken auf die Monate des beginnenden neuen Jahres. Mit einer aufrichtigen und mir selbst gegenüber liebevollen Einstellung, die Dag Hammerskjöd so schön mit „ Dem Vergangenen Danke, dem Kommenden Ja“ umschrieb, werde ich still und gönne mir Ruhe. Ich schreibe Biographisches, sichte Fotos des letzten Jahres, erinnere mich, gebe mir Raum für Wünsche und lasse los. Dafür brauche ich Zeit für ein Abschalten vom Alltag und Muße. Wir feiern nun drei dieser Nächte gemeinsam, und gestalten sie auch gemeinsam. Ich lade ein, schon zu Beginn der RauhNachtzeit mit einem Traum- und Wirklichkeits-Tagebuch zu beginnen und dieses auch über das Seminar hinaus bis zum 6. Januar fortzuführen.

Als Zweites hat sich durch die Arbeit in und an dem Ein-Jahres-Projekt „Musik zum Sterben“ meine Aufmerksamkeit mehr und mehr dem je ganz persönlichen Seelenlied zugewandt. Der amerikanische buddhistische Lehrer Steven Levine beschreibt es als einen sehr individuellen, in uns wohnenden Heil- und Kraft-Gesang, der entdeckt und zum Klingen gebracht werden will. In der Tradition der amerikanischen Ureinwohner wurde er zur Initiation zum Erwachsenen bei der Visions-Suche gefunden.

Diese Überlieferungen sind uns verloren gegangen. Hier und heute kann ich mich meinem Lied nähern im Wohlklang  des gemeinsamen Singens, im freien meditativen gemeinsamen Tönen, im persönlichen Singen, Improvisieren und Tönen, im Horchen auf meinen  eigenen Klang und Ton, im Lauschen auf die Stille in mir, und was sich aus ihr heraus wohl manifestieren mag. Ohne jedwede Einschränkung von verstörenden Gedanken und fern jeglicher Bewertung.

Diese beiden Stränge möchte ich miteinander verbinden und mit Euch zusammen entfalten in diesen 3 Tagen. Und noch einen dritten: den des freien, freudigen spontanen Tanzens wie  des andächtigen, meditativen Tanzes. Was hat uns das Tanzen Freude gemacht letztes Mal!  Ich lade Euch ein,  in Frostluft in der herrlichen Winterlandschaft um Annweiler wandern. Wir können direkt vom Hause aus losgehen. Um sich dann bei heißer Schokolade zu wärmen und an unserer heimeligen Gemeinschaft  zu erfreuen. Es sind keine gesanglichen Vorkenntnisse zur Teilnahme nötig.

Erwünscht sind "gute Stimmung", die Bereitschaft zu freundlichem, offenem Austausch, Gruppen-dienlichem Handeln und die Fähigkeit, neben all der Ausgelassenheit und des Lachens in die Stille und in der Stille zu gehen.

 Erwünscht sind gute Stimmung, die Bereitschaft zu freundlichem, offenem Austausch, Gruppen-dienlichem Handeln und die Fähigkeit, neben all der Ausgelassenheit und des Lachens in die Stille und in der Stille zu gehen. Legendär ist inzwischen der „bunte Abend“ am 31.12. auf den Jahreswechsel hin. Wer mag, bringt sich dort allein oder mit einem noch vor Ort zu bildendem Team kreativ ein: mit einem Text, Lied, Tanz, Sketch oder was auch immer, die Gruppe trägt und reißt mit – ein Bühnen-reifes, kurzweiliges Programm erwartet uns. Der Seminar-Ort ist landschaftlich ein Traum: das kleine Höhendorf Altenstein liegt auf einer 452 m hohen Kuppe über dem Weisachtal.

Der Blick reicht über die Burgruine hinweg in die Weiten.

   Bitte mitbringen: Wenn möglich, und nur, sofern persönlich erforderlich: Meditations - Kissen oder Bänkchen, auf alle Fälle aber Thermoskanne für Tee/ heißes Wasser. Leichte Tanz-Hallenschuhe, Hausschuhe/warme Socken, Wanderschuhe, warme Winter/Wanderkleidung, Handtücher und Bettwäsche ( außer im Komfortzimmer). Preise für Übernachtung / Vollpension in 1, 2, und 3 Bettzimmern ab  34,70€ ,-€ pro Person/Tag im MZ; DZ plus 4 €/Pers und EZ plus 8,50 €/ Pers., EZ, DZ und Komfortzimmer nur nach Verfügbarkeit. Bitte bei allen Fragen um die Belegung der Zimmer an mich wenden, ich organisiere die Vergabe.   Kurskosten:  bei Anmeldung samt Überweisung bis 15.6.2021: 199 €,  danach 249€ .  

Vergabe der Zimmer nach Eingang der Anmeldung und der Überweisung der Kursgebühren.

Beginn 29.12. mit dem Abendessen um 18 Uhr, Einchecken im Seminarhaus  29.12. ab 15 Uhr, Abschluss am 1.1.20 nach dem Brunch gegen 13 Uhr. Bitte bei mir ein Anmeldeformular anfordern. Ort: CVJM Freizeit und Tagungsstätte, Am Schwimmbad 6, 96126 Altenstein, Webseite:  www.cvjm-altenstein.de